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78056 Villingen-Schwenningen
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Welche Operationsmethoden gibt es? Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden? Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema finden Sie hier. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Termine vereinbaren Sie am besten unter Telefon 07720 958373 oder 07720 61403.

Warum operieren?

Beim Krampfaderleiden der Stammvenen strömt das Blut durch die tiefen Venen des Beines bis zur Leiste und dann durch die defekten Venenklappen der oberflächlichen Stammvenen wieder zurück in das Bein. Hierdurch kommt es zu einer Überbelastung der tiefen Venen des Beines mit weiteren Folgeschäden. Durch das "Versacken" größerer Blutmengen in den Krampfadern kann es zu Kreislaufproblemen kommen.

Durch die Operation wird in der Leiste (oder in der Kniekehle) die Verbindung zwischen oberflächlichen und tiefen Venen unterbrochen, so dass das Blut nicht mehr zurückstaut.

Da der Hauptteil des Blutes ohnehin seit der Geburt durch die tiefen Venen des Beines zum Herzen zurückströmt, bedeutet die Entfernung der oberflächlichen defekten Krampfadern (Stammvenen) keine Gefahr für Sie.

Die Operation wird in jedem Fall nur durchgeführt, wenn durch die vorangegangenen Untersuchungen sicher festgestellt wurde, dass die tiefen Venen den Rückstrom des Blutes zum Herzen gewährleisten. Dies gilt vor allem auch dann, wenn schon eine Trombose (Verstopfung von Blutgefäßen durch Blutgerinnsel) der tiefen Venen früher stattgefunden hatte.

Nach der Operation fließt das Blut wie immer über die tiefen Venen zum Körper ab. Es ist nicht richtig, dass das Blut sich "neue Wege" suchen muss.

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Welche Operationsmethoden stehen heute zur Verfügung?

1. Die klassische Stripping-Operation nach Babcock
Eingeführt 1907 (Babcock-Stripping), modifiziert von Nabatoff 1953

Hierbei wird nach Freilegung der Einmündung der Krampfader in der Leiste oder Kniekehle die Krampfader unterbunden und durchtrennt. Anschließend wird ein flexibles Polyamidkabel in die Krampfader eingeführt, an welchem ein Handgriff und ein Kopfstück in Form einer Halbkugel befestigt wird. Diese wird in voller Länge vom Fuß bis zur Leiste / Kniekehle unter der Haut durchgezogen und fädelt die Krampfader auf.

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2. Die Behandlung durch Laserstrahl
(endovaskuläre Lasertherapie)

Bei dieser Behandlungsmethode wird die Krampfader am Unterschenkel eröffnet und in der Vene eine Lasersonde bis zur Leiste vorgeschoben, wobei die Einmündung der Krampfader in die tiefe Vene aus Gründen der Thrombosegefahr nicht erreicht werden darf.

Beim Zurückziehen der Sonde wird die Krampfader mit Laserlicht "verkocht", wobei sie sich zusammenzieht und entzündet. Durch die Entzündungsreaktion soll ein Verschluss der Krampfader erfolgen, wie bei einer Verödung.

Nachteil: Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, dass es immer dann zur Neubildung von Krampfadern (Rezidivvaricosis) kommt, wenn im Einmündungsbereich der Krampfader in der Leiste nicht sämtliche Venen und kleinste Venenästchen restlos unterbunden und durchtrennt wurden (klassische Krossektomie).

Dies kann mit der Lasermethode nicht erreicht werden, da die Lasersonde nicht bis zur Einmündung vorgeschoben werden darf (Gefahr der Auslösung einer tiefen Venenthrombose). Der sogenannte "Venenstern" im Einmündungsbereich der Krampfader bleibt somit voll erhalten.

Nach der herrschenden aktuellen Lehre ist der Verzicht auf die klassische Krossektomie nicht gerechtfertigt.

Diese Behandlung ist in der Regel zuzahlungspflichtig.

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3. Die Shiva-Methode

Hierbei wird in der Leiste, wie bei den anderen operativen Methoden, die krankhafte Stammvene unterbunden und durchtrennt, um den Rückfluss zu stoppen. Die Krampfader wird in der Regel belassen und man wartet ab, ob eine Rückbildung/Gesundung der Krampfader eintritt.

Nachteil: Sofern keine Rückbildung der Krampfader erfolgt, wird ein Zweiteingriff erforderlich, in welchem dann die Krampfader doch noch entfernt werden muss.

Diese Behandlung ist in der Regel zuzahlungspflichtig.

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4. Die Cryomethode
(Cryo-Stripping)

Bei uns in der Schwenninger Venenklinik werden die Krampfadern überwiegend nach der bewährten Cryomethode durchgeführt, wobei wir diesbezüglich auf Erfahrungen von über 10.000 Operationen zurückblicken können.

Bei der Cryomethode (Cryo = Kälte) wird lediglich in der Leiste bzw. Kniekehle ein ca. 3-4 cm kurzer Schnitt angelegt und nach Unterbindung auf der Ebene der Leitvene die Krampfader mit der Kältesonde in gefrorenem Zustand ohne weitere Schnitte am Ober- oder Unterschenkel herausgezogen. Die sorgfältige Unterbindung auch kleinster Venenäste im Bereich der Leisteneinmündung gewährleistet langfristig gute Ergebnisse. Seitenastkrampfadern werden durch feine Stichinzisionen (feine Hautschnitte) mit Spezialinstrumenten entfernt.

Die Vorteile der Cryomethode
- Exzellente kosmetische Ergebnisse
- Geringer postoperativer Schmerz - Erfolgt in Teilnarkose
- Belastbarkeit des operierten Beines bereits wieder nach 3-4 Stunden
- Ambulant durchführbar, auch in der warmen Jahreszeit
- Anerkannte Kassenleistung

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